Exhibitionsview – eine Einzelausstellung von Suah Im
EIGEN + ART Lab, Berlin, 8. November – 16. Dezember 2023
Fotografie von Peter Oliver Wolff, Suah Im
Exhibitionsview—a solo exhibition by Suah Im
EIGEN + ART Lab, Berlin, 8 Nov – 16 Dec 2023
Photography by Peter Oliver Wolff, Suah Im
DE)
Eine Einzelausstellung der koreanischen Künstlerin Suah Im in der Galerie EIGEN+ART Lab Berlin 8.11. – 16.12.2023
Suah Im beschreibt sich als „auf der Suche nach dem Wesen meines Ichs“ mit Themen, die „Konfrontation mit Herausforderungen“ und „Überwindung von Beschränkungen“ Inhalt geben. In ihren Bildern und Installationen schafft sie letztlich existenziell zu begreifende Situationen, deren Bedeutungsdimensionen und Gestaltungsperspektiven sie öffnet und auslotet. Sie dekonstruiert ihr Körperbewusstsein, macht Teile wie die Nase zu Gegenständen und Motiven von Wahrnehmung. Sie verwandeln sich in ihrer Gestalt und werden zu Symbolen ihrer Bild gewordenen Situationen, der Gegenstände, ihrer Geschichten, auf die man sich als vielschichtige Parabeln einlassen kann. Eine Situation zu erblicken, ist der Beginn, sie zu durchschauen. Sie ins Auge zu fassen, ist schon der Wille, der in dem wesentlichen Moment sich mit dem Dasein beschäftigt. Alle Gegenständlichkeit und Suah Ims beeindruckende Sprache sind Motive und Hilfsmittel ihrer künstlerischen Recherche und ihrer ausdrucksstarken, bildhaften Möglichkeiten, denen die Künstlerin sich aussetzt. Angeregt ist sie von der Symbolik altchinesischer, daoistischer philosophischer Lehre. Sie spannt den Bogen bis zur symbolischen Deutung, die eine realistische Wahrnehmung wirkungsvoll überschreitet. Gleich ob Suah Im dies in ihren Zeichnungen und Aquarellen auf Papier, in ihren Skulpturen, in ihren Videoinstallationen und Performances auslebt, alles ist Metapher für eine ebenso bewusste wie träumende, die Grenzen sprengende, intuitive Vorstellungskraft. Sie überzeichnet ins Groteske, ins Absurde, mutiert die Gegenstände, die Erscheinung und das Wesen der Figuren zum Aliens. Immer wieder ist es ein grotesker, absurder Irrwitz, der die Grenzen sprengt. Franz Kafka Erzählung „Die Verwandlung“ hat für eine solche künstlerische Strategie ein beispielhaftes literarisches Modell geschaffen. Suah Ims Werke haben Fliehkräfte, es können sich Abgründe auftun, und sie vermögen mit ihrem Gespür für das Absurde auch ein ambivalentes Gefühl des Lächelns oder Gruselns auszulösen.
Suah Im, 1988 geboren und aufgewachsen in Südkorea, studierte 2013-2019 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (Prof. Birgit Brenner). 2022-2023 ist sie Meisterschülerin an der UdK Berlin (Prof. Nina Fischer). Sie wurde mehrfach mit Stipendien und Preisen (u.a. 2020 Preis der Werner Pokorny Stiftung, 2021 Kunstpreis kunsthub Leinfelden-Echterdingen) gefördert und ausgezeichnet.
Pressetext von Werner Meyer
EN)
A solo exhibition by Korean artist Suah Im at EIGEN + ART Lab, Berlin 8.11. - 16.12.2023.
Suah Im describes her artistic work as “the search for the essence of the self“, with themes that give content to “confronting challenges“ and “overcoming limitations“.
In her paintings and installations, she creates situations which are ultimately to be understood as existential and whose dimensions of meaning and creative possibilities she opens up and explores.
Suah Im deconstructs her body consciousness and converts parts like the nose into objects of perception. These transform in appearance and become symbols of her image-formed situations, objects and stories and can be engaged with as multi-layered parables. To behold a situation is the beginning of the ability to see through it. To envisage it is to possess the will that engages with existence in the right moment. All figuration and impressive language used by Suah Im are tools for her artistic research and her expressive possibilities. Inspired by the symbolism of ancient Chinese Daoist philosophical teachings, her reach extends toward symbolic interpretation, thereby surpassing realistic perception.
Whether Suah Im lives this out in her drawings and aquarelles on paper, in her sculptures, her video installations and her performances - everything is metaphor for an imagination that is as intuitive as it transcends boundaries and as conscious as it is dreaming. She exaggerates into the grotesque and the absurd, mutating objects, appearance and the essence of the figures into the alien. Again and again, the boundaries are broken through a grotesque absurdity. Franz Kafka’s story “Die Verwandlung“ has provided an exemplary literary model for such an artistic strategy.
Suah Im’s works have centrifugal forces; an abyss is ready to open at any moment and the absurdity that is present may unexpectedly trigger ambivalent smiles or horror.
Suah Im, born in 1988 and raised in South Korea, studied at the State Academy of Fine Arts in Stuttgart (Prof. Birgit Brenner) from 2013-2019. 2022-2023 she is a master student at the UdK Berlin (Prof. Nina Fischer). She has been awarded several scholarships and prizes (a.o. 2020 Prize of the Werner Pokorny Foundation, 2021 Kunstpreis kunsthub Leinfelden-Echterdingen).
Press release by Werner Meyer
Exhibitionsview – eine Einzelausstellung von Suah Im
EIGEN + ART Lab, Berlin, 8. November – 16. Dezember 2023
Fotografie von Peter Oliver Wolff, Suah Im
Exhibitionsview—a solo exhibition by Suah Im
EIGEN + ART Lab, Berlin, 8 Nov – 16 Dec 2023
Photography by Peter Oliver Wolff, Suah Im
DE)
Eine Einzelausstellung der koreanischen Künstlerin Suah Im in der Galerie EIGEN+ART Lab Berlin 8.11. – 16.12.2023
Suah Im beschreibt sich als „auf der Suche nach dem Wesen meines Ichs“ mit Themen, die „Konfrontation mit Herausforderungen“ und „Überwindung von Beschränkungen“ Inhalt geben. In ihren Bildern und Installationen schafft sie letztlich existenziell zu begreifende Situationen, deren Bedeutungsdimensionen und Gestaltungsperspektiven sie öffnet und auslotet. Sie dekonstruiert ihr Körperbewusstsein, macht Teile wie die Nase zu Gegenständen und Motiven von Wahrnehmung. Sie verwandeln sich in ihrer Gestalt und werden zu Symbolen ihrer Bild gewordenen Situationen, der Gegenstände, ihrer Geschichten, auf die man sich als vielschichtige Parabeln einlassen kann. Eine Situation zu erblicken, ist der Beginn, sie zu durchschauen. Sie ins Auge zu fassen, ist schon der Wille, der in dem wesentlichen Moment sich mit dem Dasein beschäftigt. Alle Gegenständlichkeit und Suah Ims beeindruckende Sprache sind Motive und Hilfsmittel ihrer künstlerischen Recherche und ihrer ausdrucksstarken, bildhaften Möglichkeiten, denen die Künstlerin sich aussetzt. Angeregt ist sie von der Symbolik altchinesischer, daoistischer philosophischer Lehre. Sie spannt den Bogen bis zur symbolischen Deutung, die eine realistische Wahrnehmung wirkungsvoll überschreitet. Gleich ob Suah Im dies in ihren Zeichnungen und Aquarellen auf Papier, in ihren Skulpturen, in ihren Videoinstallationen und Performances auslebt, alles ist Metapher für eine ebenso bewusste wie träumende, die Grenzen sprengende, intuitive Vorstellungskraft. Sie überzeichnet ins Groteske, ins Absurde, mutiert die Gegenstände, die Erscheinung und das Wesen der Figuren zum Aliens. Immer wieder ist es ein grotesker, absurder Irrwitz, der die Grenzen sprengt. Franz Kafka Erzählung „Die Verwandlung“ hat für eine solche künstlerische Strategie ein beispielhaftes literarisches Modell geschaffen. Suah Ims Werke haben Fliehkräfte, es können sich Abgründe auftun, und sie vermögen mit ihrem Gespür für das Absurde auch ein ambivalentes Gefühl des Lächelns oder Gruselns auszulösen.
Suah Im, 1988 geboren und aufgewachsen in Südkorea, studierte 2013-2019 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (Prof. Birgit Brenner). 2022-2023 ist sie Meisterschülerin an der UdK Berlin (Prof. Nina Fischer). Sie wurde mehrfach mit Stipendien und Preisen (u.a. 2020 Preis der Werner Pokorny Stiftung, 2021 Kunstpreis kunsthub Leinfelden-Echterdingen) gefördert und ausgezeichnet.
Pressetext von Werner Meyer
EN)
A solo exhibition by Korean artist Suah Im at EIGEN + ART Lab, Berlin 8.11. - 16.12.2023.
Suah Im describes her artistic work as “the search for the essence of the self“, with themes that give content to “confronting challenges“ and “overcoming limitations“.
In her paintings and installations, she creates situations which are ultimately to be understood as existential and whose dimensions of meaning and creative possibilities she opens up and explores.
Suah Im deconstructs her body consciousness and converts parts like the nose into objects of perception. These transform in appearance and become symbols of her image-formed situations, objects and stories and can be engaged with as multi-layered parables. To behold a situation is the beginning of the ability to see through it. To envisage it is to possess the will that engages with existence in the right moment. All figuration and impressive language used by Suah Im are tools for her artistic research and her expressive possibilities. Inspired by the symbolism of ancient Chinese Daoist philosophical teachings, her reach extends toward symbolic interpretation, thereby surpassing realistic perception.
Whether Suah Im lives this out in her drawings and aquarelles on paper, in her sculptures, her video installations and her performances - everything is metaphor for an imagination that is as intuitive as it transcends boundaries and as conscious as it is dreaming. She exaggerates into the grotesque and the absurd, mutating objects, appearance and the essence of the figures into the alien. Again and again, the boundaries are broken through a grotesque absurdity. Franz Kafka’s story “Die Verwandlung“ has provided an exemplary literary model for such an artistic strategy.
Suah Im’s works have centrifugal forces; an abyss is ready to open at any moment and the absurdity that is present may unexpectedly trigger ambivalent smiles or horror.
Suah Im, born in 1988 and raised in South Korea, studied at the State Academy of Fine Arts in Stuttgart (Prof. Birgit Brenner) from 2013-2019. 2022-2023 she is a master student at the UdK Berlin (Prof. Nina Fischer). She has been awarded several scholarships and prizes (a.o. 2020 Prize of the Werner Pokorny Foundation, 2021 Kunstpreis kunsthub Leinfelden-Echterdingen).
Press release by Werner Meyer
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